Altes ganz neu denken lernen

Prof. Dr. Ronald Gleich im Interview zum Thema Innovation

Altes ganz neu denken lernen

Im neuen Magazin „insurance“ von Hoesch & Partner (Ausgabe 2019) hat Prof. Dr. Ronald Gleich, Leiter des Strascheg Institute for Innovation, Transformation & Entrepreneurship, zu den Herausforderungen für Politik, Wirtschaft und Universitäten Stellung bezogen.

War bislang das Silicon Valley das Schlagwort für Innovation und Zukunftstechnologie, so ist lt. Prof. Gleich inzwischen China die erste Adresse. Als Belege dafür nennt er u. a. Netzwerktechnologie und Smartphones von Huawei und Xiaomi oder auch Alibaba als inzwischen größter E-Commerce-Konzern. Im Gegensatz zum deutschen Maschinenbau, der sich durch Innovationskraft und technologische Führerschaft auszeichne, müsse beim Stichwort „digitale Industrie“ noch viel getan werden, um zu den führenden Nationen Amerika und China aufzuschließen. Dazu müsse vorrangig die Auseinandersetzung mit den neuen Technologien gefördert werden.

Andere Universitäten und auch die EBS versuchen daher, das Thema „Technologie“ stärker in den Vordergrund zu stellen, damit die Gründung von Hightechunternehmen aus den Unternehmen heraus gefördert wird. Konkret versucht die EBS das Thema Unternehmensgründungen zum einen in der Forschung zu akzentuieren und zum anderen den Umgang mit Gründungsaktivitäten zu lehren. Zusammen mit der finanziellen Unterstützung durch die EBS kann dies auch als Sprungbrett für Unternehmensgründer gesehen werden.

Der Unterricht zum Thema „Innovation“ hat sich an der EBS den Anforderungen großer Konzerne ebenfalls angepasst. Mit dem klassischen Frontalunterricht komme man nicht mehr weit, so Prof. Gleich. Gefragt sei ein stark fallbasierter Unterricht, gemischt mit E-Learning-Einheiten und virtuellen Klassenräumen mit Präsenzseminaren. Dazu wünscht er sich aber auch eine größere anwendungsorientierte Studienbereitschaft. Im Idealfall müssten hier Bildungs- und Wirtschaftsministerien mit kreativen Ideen lenkend eingreifen, „denn wenn wir langfristig zu wenig Ingenieure ausbilden, wird es für unseren Standort sehr, sehr schwierig“, so Gleich.

Hier sehen Sie das Interview in voller Länge.

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