Das Security Foresight Lab (SecFL)

In Zeiten des Umbruchs erfährt die Gewährleistung individueller und institutioneller Sicherheit eine Aufwertung. Die Definition von Sicherheit wird permanent im gesellschaftlichen Diskurs neu verhandelt.

Das Security Foresight Lab (SecFL)

Herausforderung und Zielsetzung des Security Forsight Labs (SecFL)

In Zeiten des Umbruchs erfährt die Gewährleistung individueller und institutioneller Sicherheit eine Aufwertung. Die Definition von Sicherheit wird permanent im gesellschaftlichen Diskurs neu verhandelt. Mit den Möglichkeiten einer datenbasierten Ökonomie und Gesellschaft werden bisherige Freiheiten demokratisch verfasster Gesellschaften herausgefordert. Auch in den Unternehmen, die eingebundenen in global Business Ökosystemen agieren, stehen die Sicherheitskonzepte in einem ständigen Spannungsverhältnis zwischen dem Schutz der eigenen Institution und der anhaltenden Innovationsdynamik. Mit der fortschreitenden Digitalisierung verliert der Betrieb als alleiniger Arbeitsort weiter an Bedeutung und die klassischen Unternehmensgrenzen verschwinden. Sicherheit als Dienstleistung muss diese Prozesse analysieren und vorausschauend darauf reagieren.

Das Security Foresight Lab (SecFL) unterstützt die Corporate Security bei dieser Aufgabe. Es analysiert die zentralen sicherheitsrelevanten Trends in globaler Perspektive, um frühzeitig grundlegende Veränderungen und auch disruptive Potentiale mit Relevanz für die Unternehmenssicherheit zu erkennen. Ziel ist es, dass Corporate Security Management zu befähigen, sowohl ihre Ziele als auch ihre Arbeitsweisen und -formen zu überprüfen und falls nötig rechtzeitig anzupassen bzw. zu erweitern.

Hierzu geht das Security Foresight Lab eine Symbiose aus angewandter sozialwissenschaftlicher Forschung, Foresight-Expertise und Security-Kompetenz ein. Inhaltlich wird es von dem SITE der EBS Business School und dem foresightlab getragen.

Arbeitsweise

Das Security Foresight Lab (SecFL) arbeitet interdisziplinär. Es verfolgt einen Foresight-Ansatz in der Analyse. Die Ergebnisse werden mit Hilfe der eigenen Security-Kompetenz sowie der Praxiskompetenz der Partner in anwendungsorientierte Konzepte übersetzt. Die Auswahl der Projektthemen erfolgt in enger Absprache mit den Partnern. Für die Realisierung entwickelt das SecFL jeweils einen passenden Methodenmix, der sich an dem erprobten Methodenkanon der Zukunftsforschung orientiert, wie

• Trendscanning & -monitoring
• Experten- und Real-Time Delphi
• Roadmapping & Backcasting
• Szenario-Analyse
• Design Thinking und Open Innovation

Fortschritte in 2017

In 2017 hat das SecFL die Ergebnisse der ersten Expertenumfrage aufgegriffen und sie in der Foresight- als auch in der Praxis-Perspektive weiter qualifiziert. Mit einer Cross-Impact-Analyse wurden acht zentrale Schlüsselfaktoren ermittelt. Diese bilden die Grundlage für die 2017 begonnene Entwicklung von Szenarien für die Sicherheitslandschaft in 2030.

In Ergänzung zu der Foresight-Perspektive wurde in dem 2. gemeinsamen Workshop im April 2017 auf Basis der Expertenumfrage mit Hilfe der Future-Wheel-Methode die mittelfristigen Herausforderungen der Corporate Security ermittelt, aufbereitet und dokumentiert.
Im Ergebnis wurden 2017 erste Szenarien auf Basis eines morphologischen Kastens entwickelt und im Rahmen des 3. Workshops vorgestellt und diskutiert. Die sieben Szenarien geben eine erste gute Orientierung für die Herausforderungen und die zukünftige Ausrichtung der Corporate Security. Für 2018 wurde beschlossen, die Szenarien weiter zu verdichten und stärker im Hinblick auf ihre Sicherheitsrelevanz zu spezifizieren.

Ebenso wurde eine weitere Befragung in dem 3. Workshops diskutiert und als Entwurf auf den Weg gebracht. Diese erhebt unternehmensübergreifend den Status Quo der Aufgaben, Organisationsformen und aktuelle Anforderungen von Unternehmenssicherheiten.

Ziel ist es in 2018 aus einer Gegenüberstellung von Status Quo und den mittelfristig erwarteten Aufgaben sowie den zukünftigen Herausforderungen, die Themen zu identifizieren, die vertiefend analysiert werden sollen, um die Corporate Security als Business Enabler weiter zu qualifizieren.

Kooperationspartner

Bayer, Daimler, Deutsche Post DHL, Deutsche Telekom, Fraport, Henkel und Zeiss sowie die Allianz für Sicherheit in Nordrhein-Westfalen

Team:

Prof. Dr. Christoph Georgi (SITE), Klaus Burmeister und Andreas Schiel (foresightlab)

Kontakt:

Prof. Dr. Christoph Georgi
+49 611 7102 2067
christoph.georgi@ebs.edu

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