Industrie 4.0 systematisch angehen

Am besten meistert der Mittelstand das Thema Industrie 4.0

Industrie 4.0 systematisch angehen

Industrie 4.0 ist in der Breite angekommen. Jedes zweite Unternehmen hat mindestens entsprechende Technologien in der Erprobungs- oder Pilotphase, jedes vierte Unternehmen hat marktfähige Produkte im Angebot. Das sind Ergebnisse unserer Studie, für die wir 106 Entscheider aus Industrieunternehmen befragt haben.

Die Technologien der Industrie 4.0 sind auf dem Vormarsch: Nicht nur die aktuell als am wichtigsten bewerteten „Smart Products“, sondern auch Technologien aus den Bereichen „Smart Factory“, „Smart Operations“ sowie „Data-driven Services“ werden in den nächsten Jahren massiv an wirtschaftlicher Bedeutung gewinnen.

Investitionen lohnen sich dabei besonders in „Smart Operations“ sowie „Data-driven Services“. Die Zielsetzung liegt dabei in der Effizienzsteigerung und der Informationsgewinnung sowie dem Ausbau neuer datenbasierter Dienstleistungen, mit denen sich das Produkt- und Serviceangebot erweitern lässt. Der Wettbewerbsdruck ist in diesen Feldern noch vergleichsweise gering. Die erwartete Zuwachs-rate bei der wirtschaftlichen Bedeutung in den nächsten drei Jahren ist mit mehr als 50 Prozent deutlich höher als in den anderen beiden Technologiebereichen „Smart Factory“ und „Smart Products“.

Der Fokus bei der Entwicklung von Industrie 4.0-Technologien liegt gegenwärtig klar auf dem Bereich „Smart Products“. Nur rund 27 Prozent der Unternehmen haben hier noch keine Aktivitäten entfaltet. Industrie 4.0 ist damit in vielen Industriebetrieben längst gelebte Realität. Smarte Produkte entstehen durch die Vernetzung von bspw. Sensoren, Aktoren und Microcontrollern zu dezentral intelligent agierenden Produkten. Meist sind sie die Basis digitaler Geschäftsmodelle. Mit Hilfe von „Smart Products“ wie Sensoren oder Microcontrollern kann zum Beispiel bei hochkomplexen Prozessen und hoher Stückzahl die Fehlerquote gering gehalten werden.

Am besten meistert der Mittelstand das Thema Industrie 4.0 – und schafft es besser als andere Unternehmenstypen, durch Initiativen und Produkte Erfolge zu erzielen.

Eine der größten Herausforderungen ist es dabei, rechtzeitig relevante technologische Trends und deren betriebswirtschaftliche Bedeutung zu erkennen, die notwendigen Ressourcen für die Erschließung bereitzustellen und Industrie 4.0-Projekte erfolgreich umzusetzen. Der Mittelstand kann im Bereich Industrie 4.0 seine Stärken ausspielen: Innovative Ansätze und hohe Umsetzungsgeschwindigkeit. Kleine Unternehmen, die oft die hohen Investitionen scheuen, geraten ins Hintertreffen – und die ganz Großen verzetteln sich.

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Die Studie „Technologische Trends in der Industrie 4.0“ wurde auf der Hannover Messe am 28. April 2017 im „Forum Industrie 4.0 meets the Industrial Internet“ vorgestellt und kann über die Website von Horváth & Partners bestellt werden: https://www.horvath-partners. com/studie-industrie40

Untersuchungsfeld: Industrie 4.0 Kooperationspartner: Deutsche Messe AG & Horvàth & Partners Leitung & Team: Dr. Jan Christoph Munck, Christoph Schneider, Dr. Fabian Futterer

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